Wolf in der Falle

Museumsobjekt: Wolf in der Falle
Entstehungsdatum: 1622 - 1654
Künstler/Hersteller: Jean-Baptiste Oudry
Entstehungs/Fundort: Paris
Technik/Material: Leinwand
Museum: Staatliches Museum Schwerin
Ort (Museum): Schwerin
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kommentar:

Im Jahre des Herren 1735 trieben in den Londonern Wäldern die gefürchteten Wölfe ihr Unwesen. Sie fraßen alles, was sie an Fleisch finden konnten. Es gab Jäger, die die Wölfe töten sollten. Aber die Jäger kehrten nie zurück und wenn, dann nur als Knochen. Manchmal kamen sie an den Rand des Waldes, wo Soldaten sie mit einem gezielten Schuss töteten.
Die Wälder wurden wegen der Wölfe gemieden und sogar isoliert. Um die Wälder herum wurden sogar Straßen und Wachtürme gebaut. Die Soldaten hatten die Aufgabe, alle Wölfe zu töten. Die Soldaten hatten eine komplizierte Aufgabe erhalten. Im Winter kamen keine Wölfe an den Waldrand. Im Herbst nicht, und im Sommer auch nicht. Aber im Frühling zogen sie in Rudeln an den Waldrand.
In ein paar Jahren, nachdem der Wald isoliert wurde, begann der Krieg zwischen den Engländern und den Schotten. Die Schotten hatten bessere Schützen als die Engländer. Die Schotten schössen die Engländer bis nach London zurück. Aber die Engländer leiteten die Schotten in den Wald von London als Kriegslist. Die Wölfe hatten sich prächtig vermehrt. Die Schotten kannten die Wölfe nicht und rannten in die Falle. Die Wölfe töteten fast alle Schotten. Die letzten Schotten, die überlebt hatten, wurden wieder in den Wald gejagt und so getötet. Die Heerführer von den Engländern begannen sofort die restlichen Wölfe zu jagen. 90 Wölfe hatten sie getötet. Als der König sich das mal ansehen wollte, kam gerade ein Rudel von 10 Wölfen auf Jagd vorbei. Die Wölfe griffen sofort an und töteten 7 Wächter, 2 Pferde, einen Adler der nicht losgebunden wurde und 2 Hunde. Der König wurde sehr böse und ließ tausende Bärenfallen außerhalb der Wege legen. Als die Soldaten die Fallen kontrollierten, fanden sie 8 Wölfe, die in die Bärenfallen getreten waren. Als die Schotten erfuhren, dass die Wölfe ausgerottet wurden, griffen sie ein zweites mal an. Die Engländer, die sehr von der ersten Welle geschwächt waren, verloren sehr schnell. Die Schotten waren nie sehr freundlich auf die Franzosen eingestellt und als kleinen Feindschaftsgruß ließen sie das letzte Wolfpärchen in der Nähe von Paris frei, das sie mit der nächsten Handelsflotte nach Frankreich brachten. Als die Wölfe sich im Wald von Paris einnisteten und sich auch gut vermehrt hatten, hatten die Franzosen das gleiche Problem und es ging wieder von vorne los, bloß in einer anderen Stadt.

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Alter: 12
Ort: Schwerin
Schule: Fridericianum