Wolf in der Falle

Museumsobjekt: Wolf in der Falle
Entstehungsdatum: 1732
Künstler/Hersteller: Jean-Baptiste Oudry
Entstehungs/Fundort: Paris
Technik/Material: Leinwand
Museum: Staatliches Museum Schwerin
Ort (Museum): Schwerin
Bundesland: Baden-Württemberg

Kommentar:

Wolf in der Falle
Im Jahre 1735, zur Jagdzeit, durchstreiften die Jäger den dunklen, von hohen, uralten Bäumen bewucherten Wald. Ihre Trompeten ließen einen ohrenbetäubenden Lärm von sich hören.
Ein junger Wolf bekam die Rufe und die Schreie der Menschen mit. Er lief panisch weg, doch die Verfolger kamen immer näher. Der Wolf schnellte unter eine groß gewachsene Eiche, die auf einer Anhöhe stand. Sie kamen, sie waren ganz nah, dicht dran, doch sie fanden ihn nicht. Der Rüde schnupperte mit seiner schwarzen, feuchten Nase, die Leute waren weg. Er wollte durch das dichte Gebüsch fliehen. Plötzlich ein Aufheulen, ein spitzer, verlorener, fast menschlicher Schrei. Eine Falle, der Wolf war direkt hineingelaufen, seine linke Vorderpfote war durchtrennt. Die Jäger, angelockt von dem Gejaule des Tieres, kamen und schössen. Das goldbraune Fell färbte sich blutrot. Sein Leben war verloren. Er würde das Glitzern des großen, tiefen Sees mit seinen eigenen, gelben Augen nie wieder sehen.

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Alter: 12
Ort: Schwerin
Schule: Fridericianum