Lebensweg

Museumsobjekt: Bundschuh
Entstehungsdatum: ca. 500 v.Chr.
Künstler/Hersteller: Handwerker
Entstehungs/Fundort: Kilbwerk/Ostgruppe bei Hallstatt in Österreich
Technik/Material: Leder
Museum: Internetseite: www.werbeka.com
Ort (Museum): Museum in Hallstatt
Bundesland: Rheinland-Pfalz

Kommentar:

Kommentar zu
Kurzbeschreibung: Einen bzw. zwei Schuhe benutzt man um einen Weg zu gehen.
Das Leben ist wie ein Weg. Es is nicht das Ziel, nicht da, wo man bleiben kann und soll.
Deshalb habe ich mir für meine Asoziation mit Heimat einen Schuh ausgesucht. Ich finde, er symbolisiert, dass es auf der Erde keine richtige Heimat geben kann, da alles vergeht.

Natürlich gibt es Orte, von denen ich sagen kann, da komme ich her, da fühle ich mich besonders wohl, die kenne ich. Aber für mich ist die richtige Heimat erst im Himmel, sie ist noch nicht erreicht, der Weg ist noch nicht zu ende.

Am besten, fand ich kann diesen Gedanken ein Stillleben ausdrücken:

Die Bedeutung des Schuhs habe ich ja schon geklärt.
Der Löwenzahn soll ein Zeichen der Vergänglichkeit sein, des Todes, unterstützt also den Schuh.
Brot und Wein symbolisieren die Gemeinde. Sie ist schon der Vorgeschmack zum Himmel. Sie ist die Gemeinschaft derer, die Gott lieben. Das wird auch der Himmel sein nur besser. Viel besser.
Auch das Gesangbuch steht für die Gemeinde. Aufgeschlagen ist das Lied Nr. 473 (Evangelisches Gesangbuch der Pfalz): "Mein schönste Zier und Kleinod bist auf Erden du Herr Jesu Christ". Das, finde ich, greift den Gedanken auf, den ich mit diesem Bild verbinde.
Die Hahnenfeder und die Geldstücke (Judaslohn) gehören ganz besonders zu diesem Bild. Sie zeigen, dass es Fehltritte auf diesem Weg gibt, dass diese auch schlimm sind, aber trotzdem vergeben werden können, dass es wichtig ist, zum Weg zurück zu kehren, wie Petrus, und nicht, wie Judas, aufzugeben.
Das Kreuz ist das Zentrum. Es überragt alles. Alles ist unter seinen Armen. Es soll zeigen, dass der wichtigste, der, der das alles erst möglich macht, Hauptthema dieses Bildes ist. Jesus.




Mein schönste Zier und Kleinod bist

Johannes Eccard, 1598

1. Mein schönste Zier und Kleinod bist
auf Erden du, Herr Jesu Christ;
dich will ich lassen walten
und allezeit
in Lieb und Leid
in meinem Herzen halten.

2. Dein Lieb und Treu vor allem geht,
kein Ding auf Erd so fest besteht;
das muß ich frei bekennen.
Drum soll nicht Tod,
nicht Angst, nicht Not
von deiner Lieb mich trennen.

3. Dein Wort ist wahr und trüget nicht
und hält gewiß, was es verspricht,
im Tod und auch im Leben.
Du bist nun mein,
und ich bin dein,
dir hab ich mich ergeben.

4. Der Tag nimmt ab. Ach schönste Zier,
Herr Jesu Christ, bleib du bei mir,
es will nun Abend werden.
Laß doch dein Licht
auslöschen nicht
bei uns allhier auf Erden.

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Alter: 17
Ort: Meckenheim
Schule: Nikolaus-von-Weis-Gymnasium