Fingerring Heinrichs IV. in moderner Verfremdung

Museumsobjekt: Fingerring Heinrichs IV.
Entstehungsdatum: Ende 11. Jh.
Künstler/Hersteller: -
Entstehungs/Fundort: -
Technik/Material: Gold, Saphir, Perlen
Museum: Historisches Museum der Pfalz
Ort (Museum): Speyer
Bundesland: Rheinland-Pfalz

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Kurzbeschreibung: Ich habe als Museumsobjekt den Fingerring Heinrichs IV. gewählt, der sowohl eng mit meiner Heimat verbunden ist als auch einen hohen symbolischen Charakter aufweist. Zum einen wurde Heinrich IV. in der Krypta des Doms meiner Heimatstadt Speyer beigesetzt, wobei in seinem Grab neben der berühmten Grabeskrone eben auch dieser Ring als Grabbeigabe entdeckt wurde, was den Ring eng mit meiner Heimat verwurzelt. Andererseits hat ein Ring auch den hohen symbolischen Wert der Treue, die jeder in gewisser Weise für seine Heimat hegt, da die Heimat, unbeachtet davon was sie für den Einzelnen darstellt, etwas ist, das man nicht verlieren möchte, da man sich in ihr sicher und geborgen fühlt. In meiner Verfremdung habe ich aus Draht ein dreidimensionales Modell einer Hand gefertigt. Die Hand hat hier ebenfalls eine symbolische Bedeutung. Sie gehört in einem gewissen Maße zu einem unserer fünf Sinne - dem Tastsinn. Wir nehmen, auch wenn es uns nicht immer bewusst ist, mit unseren Händen die Umgebung wahr. Wir wissen genau wie sich in unserer Heimat ein lauer Sommerwind, das kuschelweiche Fell unseres Haustieres oder gar der geliebte Fußballrasen anfühlt - denn Heimat bedeutet auch Wahrnehmung und Empfindung. So halten wir sprichwörtlich unsere Heimat in Händen. Den Ring in meiner Verfremdung habe ich aus einer grünen Glühlampe gefertigt, die über einen Akku, der sich im Inneren der Hand befindet, zum Leuchten gebracht werden kann. Maße: LxBxH 22,5cm x 12,0cm x 3,0cm

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Alter: 18 Jahre
Ort: Hanhofen
Schule: Nikolaus-von-Weis-Gymnasium, Speyer