Kaurimuschel (Cypraea)

Museumsobjekt: Kaurimuschel (Cypraea)
Entstehungsdatum: -
Künstler/Hersteller: -
Entstehungs/Fundort: Ingelheim
Technik/Material: -
Museum: Kaiserpfalz Museum
Ort (Museum): Ingelheim
Bundesland: Rheinland-Pfalz

Kommentar:

Heimat ist für uns dort, wo wir glücklich und willkommen sind und wo wir in Frieden mit unseren Familien leben.

Wir haben uns die Kaurimuschel ausgesucht, weil sie interessant ist und weil sie nicht überall zu finden ist.

Die Cypraea diente früher (5.-8. Jahrhundert) als Glücksbringer. Cypraea heißt übersetzt „Kaurimuschel“. Meistens trugen die Frauen sie an ihrer Kleidung. Man behauptete, dass die Cypraea beim Kinder kriegen half. Sie kam aus Afrika und Asien. Der Glücksbringer wurde in einem Grab gefunden.

Die Cypraea ist eine von vielen Kauriarten. Einige Kauriarten, wie z.B. Cypraea moneta, galten in der Vergangenheit in Afrika, in Ost- und Südasien und in der Südsee als Zahlungsmittel (Kaurigeld).

Kaurigeld
Aus den Schalen der Kaurischnecke hergestelltes vormünzliches Geld, das Kaurigeld, war in vielen Ländern und in der Südsee verbreitet.
Im alten China wurde es schon im 2. Jahrtausend v.Chr. nachgewiesen. In Afrika war es zum Teil noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts in Gebrauch. Die losen Stücke dienten als Kleingeld und wurden meist an Bastfäden aufgezogen. Für noch größere Mengen gab es in manchen Gebieten korbförmige Hohlmaße. Auch europäische Länder beteiligten sich im 19. Jahrhundert an Handel mit Kauris.
Das chinesische Zeichen für Kauri (eine stilisierte Wurzel) findet sich als Bestandteil der Legende auf vielen chinesischen Münzen.
Kaurigeld ist ebenso wie Gold eine ursprüngliche Werteinheit. Es hat sich jedoch nicht gegen das Gold der europäischen Kolonialmächte durchsetzen können. Die Kauriwährung wurde von den Kolonialmächten verboten, aber die Eingeborenen benutzten sie noch lange inoffiziell weiter, um Handel zu treiben.
Eine ganze Reihe von Muscheln erhielt später den Namenszusatz „margaritifera“, ein Begriff, der sich bis heute im Namen Margarete erhalten hat.

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Alter: 10
Ort: Ingelheim
Schule: Pestalozzischule